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Menschen sollen Gefühle haben. Den Tieren allerdings werden sie z. T. abgesprochen. Oder besser noch - "man" denkt darüber in Situationen nach, in denen sie einem (dem Zweibeiner) gefällig sind oder ungelegen kommen. Die da wären: z. B. Liebe, Freude, Frust, Furcht und A N G S T! Und Angst ist das, was diesen Boom auslöste. Angstgefühle sind für den Körper etwas ganz bedrohliches. Furcht wird benötigt für das Überleben. Vereinfacht dargestellt wird bei Furcht etwas Adrenalin ausgeschüttet, bringt den Körper in HAB-ACHT-Stellung. Der Adrenalin-Schub klingt wieder ab, wenn das Objekt seine Furcht für den Betroffenen verliert. (Ich möchte das der Länge halber hier nicht weiter ausführen, das ist sehr stark vereinfacht). Angst aber ist etwas entsetzliches - weil Angst bedrohlich ist für die Existenz, Gefühle der Angst kriechen hoch auch OHNE Auslöser. Es ist mit Ausgeliefertsein gekoppelt. Das Gehirn setzt aus, scheint es, der Körper ist dem Vegetativum AUSGELIEFERT - und das macht dann zusätzlich körperliche Symptome, die den Gesamtzustand weiter verschlimmern. Das Tier/der Mensch ist in absoluter Hilflosigkeit und PANIK - das überlebe ich nicht - mein Körper dreht durch. Die Karrikatur dazu ist die kreischende Frau auf dem Stuhl, unter ihr ein winziges, nett anzusehendes Mäuschen. Diese Frau ist hysterisch, die Angst hat einen Kanal gefunden, der über die Maus zum Ausdruck kommt. Ja, wenn die Maus weg wäre, oder wenn es erst überhaupt keine Mäuse geben würde. Ich sage Ihnen, dann sind es die vielgeliebten Spinnen, die schwarzen Katzen, die Aufzüge, die Höhen im allgemeinen, enge Strassen, geschlossene Räume und vieles mehr, die genau dieselben Reaktionen auslösen. Übersteigerte Furcht breitet sich aus wie Nebel und das Problem und die Situationen werden mehr und die Reaktion darauf heftiger. Der Körper hat nun ein Ventil gefunden, um ANGESTAUTES zu entladen. Und irgendwann sind wir bei panischen Zuständen. Ein bekanntes Beispiel ist Silvester. Es wird in der Anamnese z.B. eines Pferdes beschrieben: schwarze, dunkle Reitanlagendurchgänge möge es nicht, und Männer mag es auch nicht, und vor flatternden Bändern hat es immer ANGST --- stimmt nicht ---das ist FURCHT! und, und, und, und. Und an Silvester tickt es komplett aus mit rollenden Augen, Schweiß gebadet rast es in der Box hin und her. Oder der Hund klebt schon nachmittags jämmerlich unter dem Couchtisch oder unter dem Bett oder im Schrank. Bis zu drei, vier Tage nach Silvester könne man erst daran denken, wieder zum Normalzustand zurückzukehren. Ihr Spaß mit Ihren Tieren wird auch übers Jahr gesehen grösser werden, weil ES bestimmte Reaktionen nicht mehr nötig hat. Wenn die zugehörigen Konflikte abgeschmolzen sind, hat Ihr Tier bestimmte Reaktionen nicht mehr nötig! Passend zu diesem Thema ein Kapitel mit dem Schlagwort ERZIEHUNG - und DIE BEDEUTUNG DES ZENTRALKONFLIKTS. Mir geht es darum, aufzuzeigen, dass man den heutzutage häufig überforderten AUSBILDERN und Haltern effektiv helfen kann, sofern man sie über den Charaktertyp ihres Schützlings (Hund/Pferd) informiert. Es macht einen Riesenunterschied, ob das Tier dem "cholerischen" oder z. B. dem "sanguinischen" Charaktertyp angehört, ob man es mit einem kleinen "Phlegmatiker" oder etwa mit einem "Melancholiker" zu tun hat. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Typen. Diese Typen zeichnen sich durch einen unterschiedlichen Stoffwechsel aus, die Typen haben auch recht unterschiedliche TEMPERAMENTE und Charaktereigenschaften, die zu erkennen sehr hilft, will man die Tiere nicht ständig "gegen den Strich" bürsten und in permanenten Auseinandsersetzungen leben.

Noch kurz zur Entstehung eines z. B. allgemeinen Konflikts: Seelische Konflikte entstehen in dem Moment, in dem wir ein unerträgliches Gefühl nicht mehr aushalten können, genauso beim Tier. Das unerträgliche Gefühl lagert sich in einem reflexartig ablaufenden Prozess in unserem feinstofflichen Kraftfeld ab, damit wir es nicht mehr spüren müssen. Psychologisch sprechen wir bei diesem Vorgang von "Verdrängung". Das unerträgliche Gefühl wird in einer Art Energieblase - ich nenne sie Konfliktkapsel - eingesperrt und aus der bewussten Wahrnehmung ins Unbewusste verdrängt und vom Gesamtorganismus kompensiert.


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